Interview mit Nicole Krenz

3 typische Fehler im Social Media Marketing

Social Media nervt! Besonders wenn du stundenlang deine wertvolle Zeit damit verschwendest und nichts dabei rum kommt. Doch es geht auch anders!

Social Media kann ein ganz großartiges Tool für dich und dein Business sein, wenn du es nur richtig nutzt. Wie das genau geht, kannst du von Nicole Krenz lernen. Nicole ist spezialisiert auf Social Media & Content Marketing und ich spreche mit ihr über die typischen Fehler, die du als Unternehmerin vermeiden solltest. Sie verrät ein paar wertvolle Tipps und Tricks, die dir das Business-Leben vereinfachen, damit du dich auf deine Kunden konzentrieren kannst und Facebook, Instagram und Co. keine Zeitfresser mehr sind, sondern dich und dein Business voranbringen. Viel Spaß beim Zuhören und Lernen.

Podcast – Annie und die starken Frauen

Was interessiert dich beim nächsten Interview? Welche Fragen soll ich stellen? Wo möchtest du mehr erfahren? Schreib mir oder kommentiere den Beitrag. Ich setze es gern direkt in einer der nächsten Folgen um.

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Show Notes

Viel Spaß beim Nachlesen und selbst ausprobieren.

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Mehr über Nicole und ihr Business findest du hier.

Video – Annies YouTube-Kanal

Du findest alle Podcast-Folgen auch also Video auf meinem Frau Schnabelkraut YouTube-Kanal. Viel Spaß beim Anschauen.

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Transkript: Fragen & Antworten

Du möchtest die Kernaussagen noch einmal auf einen Blick? Du magst lieber Lesen als Zuhören? Kein Problem. Hier findest du das für dich aufbereitete Transkript der Podcast-Folge. Viel Spaß beim Nachlesen.

[00:40] Hallo Nicole, erzähl mal den Zuhörern wer du bist und was du machst!

Ich bin jetzt seit anderthalb Jahren selbstständig als Social Media Managerin. Dabei entwickle ich vor allem Strategie und Konzepte für Unternehmen. Für größere Unternehmen übernehme ich teilweise auch die Instagram-Contenterstellung, Betreuung und Co. Insbesondere Pinterest und Instagram sind meine Spielfelder.

[02:03] Wie hast du deine Nische gefunden?

Die Anfänge liegen bereits in der Kindheit, da habe ich mit einer Freundin einen virtuellen Reiterhof als Webseite gebaut. Ich habe dabei gemerkt, dass es mir Spaß macht, Webseiten zu bauen und Texte zu schreiben. Irgendwann hat man uns auf ein Forum aufmerksam gemacht – eine Community von Jugendlichen, die über Bilderklau aufgeklärt hat. Ich habe angefangen über das Thema zu schreiben und daraus ist dann mein Blog entstanden. Mit der Zeit kamen weitere Kanäle hinzu.

Ich habe international Management in Flensburg studiert und währenddessen Praktika gemacht und ein Startup in Berlin freiberuflich im Marketing betreut. Ich habe mich dann selbstständig gemacht und geschaut, wo der Schuh bei den Kunden drückt. Durch meinen Kontakt mit Selbstständigen habe ich gemerkt, dass viele Instagram und Co. nutzen, aber die Strategie fehlt. So kam es dazu, dass ich mich auf Selbstständige spezialisiert habe.

[04:31] Was bietest du denn auf deiner Webseite genau an?

Ich biete zum Beispiel kürzere Instagram-Sessions an. Man skyped mit mir eine Stunde und ich gebe jede Menge Tipps, was man im Bereich Instagram ändern kann. Dann gibt es ein umfassenderes Angebot für Konzepte, zum einen ein Gesamtkonzept an, wo wir uns überlegen, auf welchen Kanälen man sich bewegen sollte. Das sollte man strategisch angehen, denn es hilft ja nichts auf Facebook aktiv zu sein, wenn die Zielgruppe auf Instagram unterwegs ist. Dann biete ich verschiedene Formatideen an, z.B. wie eine Dienstleistung dargestellt werden kann oder ein Produkt zu den Menschen kommt. Geplant sind auch Eins-zu-eins-Workshops. Dazu gibt es bald mehr Informationen.

[06:06] Wie lange arbeitest du durchschnittlich mit einem Kunden, wenn du ein Konzept entwickelst?

Wir entwickeln ein gemeinsames Konzept in vier Sessions. Es gibt eine Vorsession, in der wir Zielgruppe und Co. besprechen. Nach der Konzepterstellung folgen weitere drei Sessions, bei der man sich zum Konzept austauscht und dann gibt es noch Tipps für die einzelnen Social-Media-Kanäle. Die gesamte Konzeptentwicklung zieht sich meistens 6-8 Wochen hin. Zwischendurch gibt es auch Rückmeldung per E-Mail, wo mir Kunden Fragen schicken oder Rückmeldung haben wollen.

[07: 58] Was für Rückmeldungen bekommst du von Kundinnen und Kunden zu den Ergebnissen?

Nicole: Für die meisten Kunden ist es zunächst schon schön, einen Redaktionsplan und eine Richtung zu haben. Dann bekomme ich immer wieder mal Analytics zugeschickt. Gerade bei Pinterest freuen sich Kunden, wenn sie Erfolge sehen. Ich kriege dann freudige Screenshots von Kundinnen: „Oh mein Gott, meine Reichweite steigt auf einmal!“ Es ist natürlich immer schön, wenn sich Kundinnen freuen. Da freue ich mich mit!

Annie: Ich habe am Anfang auch einfach wild drauf los gepostet. Es hat Spaß gemacht, weil ich ganz viel ausprobiert habe. Aber jetzt hilft es mir sehr, einen Redaktionsplan zu haben. In dem Moment, in dem man plant und Posts vorbereitet und auch weiß, wann welcher Kanal bespielt wird, ist das unheimlich beruhigend. Sonst wird man leicht überschwemmt.

[11:39] Wie war es für dich zu gründen? Was war danach anders für dich?

Alles! Ich habe mich anfangs auch ein bisschen blenden lassen von „Ich bin über Nacht erfolgreich“-Storys, um dann festzustellen, dass es doch etwas länger dauert. Eine Herausforderung war die Struktur im Homeoffice, weil der Zwang fehlt. Ich bin eigentlich ein sehr organisierter Mensch, aber natürlich hat man auch Schwankungen in der Produktivität. Ein Plan war dann, einen Wecker zu kaufen und den ganz weit weg vom Bett zu stellen.

[13:46] Hast du sonst Tricks, um fokussiert zu arbeiten?

Nicole: Ich plane tatsächlich regelmäßig Pausen ein. Es ist mir auch wichtig, dass ich mittags eine Stunde Zeit habe, um mit dem Hund in den Wald zu gehen. Der zweite Punkt ist eine To-do-Liste, die ist auch sehr wichtig. Ohne die würde ich wahrscheinlich die Hälfte vergessen. Alles was nicht in meiner To-do-Liste oder im Kalender steht, vergesse ich leicht.

Kundenakquise und Vertrieb sollte man natürlich auch nicht vergessen. Das steht bei mir auch auf der To-do-Liste. Mittlerweile habe ich auch ein gutes Gespür dafür, was ich am Tag gut schaffen kann. Man muss erst die richtige Balance finden.

Annie: Du hast Recht. Es ist wichtig, sich auf seine Stärken zu konzentrieren und die Sachen, die man nicht kann, nicht aufzuschieben, sondern auch auf die Liste schreiben, um dann zu schauen, wie man sie trotzdem einplanen kann. Es ist auch wichtig einzuschätzen, wie viel Zeit man für bestimmte Arbeiten braucht, um dann die Preise realistisch kalkulieren zu können. Geld ist nun mal super wichtig für dein Business. Wenn man kein Geld hat, kann man sich auch nicht darauf konzentrieren, was man liebt.

[18:00] Gab es Fehler, die du rückblickend so nicht mehr wiederholen würdest?

Nicole: Es waren vor allem die falschen Kunden, wo ich von Anfang an ein schlechtes Bauchgefühl hatte und es nicht gut gepasst hat. Im Endeffekt habe ich mich mehr drüber geärgert als alles andere. Deswegen: Ich finde es unheimlich wichtig, dass man mit Kunden zusammenarbeitet, die zu einem selbst passen und mit denen man auf einer Wellenlänge ist. Es ist außerdem wichtig, sich klar zu positionieren und nicht alles anzubieten, was es auf der Welt gibt. Das habe ich am Anfang auch gemacht. Aber mit der Spezialisierung geht es mir jetzt viel besser. Die Zusammenarbeit mit den ist Kunden ist lockerer und es macht viel mehr Spaß für beide Seiten.

Zweiter wichtiger Punkt: Netzwerken nicht vergessen! Ich habe anfangs gedacht: Das kann ich auch allein. Als Selbstständiger sollte man aber viele Kontakte haben und im Austausch sein, damit die Menschen auch wissen, wer man ist und was man macht.

Annie: Du sprichst einen wichtigen Punkt an. Am Anfang macht die Spezialisierung oft Angst, weil man denkt: Dann kommt ja nicht mehr genug Geld rein. Aber genau das Gegenteil ist ja der Fall!

[22:25] Gibt es Kunden, mit denen die Zusammenarbeit aufgrund deiner Spezialisierung besonders gut gepasst hat?

Seit einem Jahr betreue ich den Kinderbuch CBJ. Das passt wie die Faust aufs Auge, macht Spaß und die Kommunikation ist top. Einfach eine angenehme Zusammenarbeit.

[25:37] Wie hast du die richtigen Kontakte gefunden?

Am Anfang habe ich mich auf Netzwerkveranstaltungen rumgetrieben, was aber auf die Dauer nicht sehr viel gebracht hat. Die Menschen waren zwar sympathisch, aber beruflich hat es nicht so gut gepasst. Im Bereich Social Media war die Vorbildung sehr anders. Es war am Anfang gar nicht so einfach Leute zu finden, die eine ähnliche Denkweise haben und man das Business gegenseitig verstanden hat.

Als Selbstständiger braucht man ein ganz anderes Selbstbewusstsein als im Angestelltenverhältnis. Ich habe mich in dem ersten Jahr unheimlich verändert und auch deutlich mehr an mich geglaubt. Man denkt immer, dass das, was man kann, selbstverständlich ist. Aber nur weil es für einen selbst selbstverständlich ist, ist es das nicht automatisch für andere! Man muss erst einmal ein Gefühl bekommen, wo die Mehrheit bei dem Thema steht und wo man mit seiner Leistung anfangen sollte. Dann sollte man auch das Selbstbewusstsein haben und sagen: Ich kann das!

[31:38] Was sind die typischen Instagram-Fehler?

Nicole: Der erste Fehler ist, dass man einfach irgendetwas macht ohne Strategie und Plan. Wenn man mit Instagram startet, sollte man sich überlegen wen man erreichen möchte und sich dann auch Gedanken darüber machen, wie man das erreicht. Wenn man sich positionieren möchte und auch was erreichen will, braucht man eine Struktur. Es reicht nicht, ein paar Katzenbilder zu posten.

Der zweite Fehler ist Unregelmäßigkeit. Bei Instagram ist es nicht gut, wenn man lange Zeit nicht aktiv ist. Einerseits wundern sich Follower, wo man ist, aber auch der Algorithmus wird beeinflusst. Die Reichweite geht dann runter, wenn man inaktiv ist. Deshalb: Redaktionsplanung!

Fehler Nr. 3 ist, immer das Gleiche zu posten. Dann kann es passieren, dass es irgendwann langweilig wird und Follower das Interesse verlieren. Es ist auch so, dass sich Dinge auf Instagram ständig ändern. Eine Zeit lang waren es Schnappschüsse beliebt, dann waren es professionelle Aufnahmen. Was heute sehr gut läuft sind Interaktionsformate wie Abstimmungen. Aber: Was heute gut läuft, funktioniert nicht automatisch in drei Monaten. Es ist daher auch wichtig immer mal in die Analytics zu schauen und sich ein Bild davon zu machen, was ankommt.

Annie: Genau, man braucht eine Strategie, aber Strategie bedeutet nicht, immer das Gleiche zu machen. Anfangs muss man vielleicht viel ausprobieren. Wenn man weiß, was zu einem selbst und den Kunden passt, sollte man dann aber alles strukturierter angehen.

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