Interview mit Veronika Räß

Life Coaching in Espresso-Länge

Veronika Räß ist die Gründerin von a bit of color & FRIENDS. Die studierte Pädagogin arbeitet seit über 5 Jahren als Life Coach und hat jetzt das Zentrum für Lebensfreude mitten im Prüfeninger Schlossgarten in Regensburg gegründet – das Fitness-Studio für Herz & Seele.

Nachdem Sie zu Beginn ihrer Selbstständigekeit nebenbei als Personalreferentin tätig war, konzentriert sie sich jetzt zu 100% auf ihr Business.

Der nächste große Schritt war die Gründung einer GmbH und damit der wohl größte Veränderungsprozess in ihrem Leben.

Ich erzähle mit Veronika über all die Dinge, die ihre Arbeit ausmacht und bin erstaunt, wie viele Gemeinsamkeiten es zu meiner Coaching Arbeit gibt. Mehr dazu im Interview. Viel Spaß!

Podcast – Annie und die starken Frauen

Den Podcast kannst du überall hören, wo es Podcasts gibt oder direkt auch hier auf der Seite streamen.

Show Notes

Alles auf einen Blick: Hier sind die Links zu den Themen, über die im Podcast gesprochen wurde. Viel Spaß beim Nachlesen und selbst ausprobieren. 

Veronikas Website
Mehr über Veronika und ihr Business findest du hier.

Wachsen oder Stehenbleiben

Wie im jeden Business, fängt man klein an. Mit einer Idee, einem Impuls und dann entscheiden sich Einige von uns zu gründen oder nicht. Veronika hat auf ihre innere Stimme gehört und hat gegründet. Nach und nach entstand aus einem Impuls ein ganzes Geschäftsmodell, das sich ständig weiterentwickelt. Veronika ist mutig und probiert viele verschiedene Formate aus. Sie ist Praktiker und möchte wissen, was funktioniert. Ihr Business funktioniert jetzt so gut, dass sie letztes Jahr vor einer großen Weggabelung stand. Die Räumlichkeiten wurden mittlerweile zu klein für all die Anfragen und sie musste sich entscheiden: Wachse ich oder bleibt alles so wie es ist?

Ihre innere Stimme sagte „wachsen“, also kündigte sie ihre Räumlichkeiten und machte den nächsten großen Schritt. Mittlerweile ist Veronika die Geschäftsführerin einer GmbH, hat wundervolle große Räumlichkeiten mitten im Grünen und hat ihr Produktportfolio erweitert, damit sie für noch mehr Menschen Gutes tun kann. Eins hat ihr bei ihrer Reise geholfen: Sie schrieb ihren ersten Business-Plan. Das finde ich so unheimlich wichtig und ist Teil jeder meiner Business Coaching Sessions, denn da fließen alle Ideen und Impulse zusammen und werden so aufgestellt, damit der nächste große Schritt ein Erfolg wird.

Video – Annies YouTube-Kanal

Du findest alle Podcast-Folgen auch also Video auf meinem Frau Schnabelkraut YouTube-Kanal. Viel Spaß beim Anschauen.

Fragen & Antworten

Du möchtest die Kernaussagen noch einmal auf einen Blick? Du magst lieber Lesen als Zuhören? Kein Problem. Hier findest du das für dich aufbereitete Transkript der Podcast-Folge. Viel Spaß beim Nachlesen.

[00:37] Erzähl mal wo wir hier sind und wer du bist.
Wir sind hier im Zentrum für Lebensfreude und ich bin die Veronika Kammholz. Meine Firma heißt A bit of color & Friends. Hier bin ich noch gar nicht so lang. Du bist also ganz frisch in den neuen Räumen. Wir sind hier mitten im Grünen. Das ist der Ort, den ich mir immer gewünscht habe für meine Kunden und Gäste, um ganz nah an Regensburg zu sein und gleichzeitig mitten im Grünen.
[01:12] Was machst du denn genau?

Zentrum für Lebensfreude beschreibt es schon ganz gut. Es geht bei mir tatsächlich um Lebensfreude und um Leichtigkeit. Ich begleite Menschen und Gruppen in verschiedensten Formaten wieder zu mehr Leichtigkeit, zu mehr Selbstliebe und zu mehr Entspanntheit mit sich. Ich würde es vielleicht Life Coaching nennen, Lebenscoaching. Das trifft es am besten. Das macht mir unglaubliche Freude, denn ich weiß Jeder Mensch, der bei mir ist, der ist bunt. Es sind die unterschiedlichsten Menschen, die zu mir kommen. Ich nenne mich auch gerne Wachmacher. Ich habe ich hier ein Fitness-Studio für Herz und Gehirn gegründet. Also wirklich, es geht um Training, den Fokus zu trainieren da hinzuschauen, wo Liebe ist, wo ich selbst mit mir ganz gut umgehe.

[03:08] Wie bist du dazu gekommen, das zu machen?

Mittlerweile haben wir eine GmbH gegründet mit A bit of color & Friends. Davor hatte ich ein Unternehmen, das hieß A bit of color. Das gibt es seit fünf Jahren. Und ja, ich glaube nicht an Zufälle, aber an einen Zufall: Der ganze Weg, jeder Schritt ist mir zugefallen. Ich habe Pädagogik studiert und habe dann ganz viele Praktika gemacht. Und dann habe ich gelernt in der Personalabteilung und im Training: das macht mir Spaß!

Ich war dann als Personalreferentin tätig, immer irgendwie mit Menschen. Ich habe auch damals schon gecoacht, nur damals hieß es noch anders. Es ging viel übers Testen, Ausprobieren. Das war´s nicht. Die Firma war´s nicht. Wenn du ein neues Ergebnis willst, darfst du neue Dinge tun. Und das habe ich schon immer in meiner beruflichen Laufbahn. In der ersten Zeit der Selbstständigkeit hatte ich noch eine Teilzeittätigkeit. Das war perfekt. Es war ein super entspannter Start. 1,5 Jahre habe ich noch als Personalreferentin gearbeitet in einem wunderbaren Unternehmen.

[07:53] Gibt es rückblickend etwas, wo du sagst: Oh, hätte ich das mal vorher gewusst, dann hätte mir einiges erspart!
Ich glaube nein, weil dann hätte ich manches wahrscheinlich gar nicht gemacht.
[09:41] Wie kam es zu dem nächsten Schritt: der Gründung einer GmbH und diesem großen Gebäude?

Die letzten Monate waren für mich der größte Veränderungsprozess meines Lebens. Es ging los mit der Frage: Bleibe ich so oder will ich noch einmal wachsen? Ich war ziemlich begrenzt, konnte nicht mehr alle Kunden annehmen und auch von den Räumlichkeiten her hatte ich nicht viele Möglichkeiten. Noch mal wachsen hieß daher einfach neue Räume und eine andere Geschäftsform zu finden, um auch Seminare und Retreats anbieten zu können.

Zum 5-jährigen Jubiläum habe die alten Räume gekündigt, noch bevor ich was Neues hatte. Das ist die Strategie, die bei mir immer funktioniert, denn so schaffe ich Raum für was Neues. Mit der GmbH hat es sich entwickelt. Für diese Größenordnung und für das neue Geschäftsmodell macht einfach auch eine neue Geschäftsform Sinn.

[16:15] Dein Geschäftsmodell hat sich durch das neue Konzept verändert. Wie hast du dein Portfolio erweitert und umgebaut?

Die Idee ist, nicht mehr nur in Einzelcoachings zu arbeiten, sondern auch Seminare anzubieten. Ich werde mehr Kunden bündeln und mehr flexiblere Angebote entwickeln. Zum einen möchte ich, dass Kunden auch allein Termine machen können. Das hat uns vorher unglaublich viel Zeit gekostet, also die administrativen Sachen. Dann habe ich mich entschieden, mit meinen anderen Trainings bei Firmen einen Stopp zu machen. Das war auch etwas, das viel Geld einbringt und somit ein mutiger Schritt. Ich konzentriere mich jetzt also nur noch auf A bit of color. Ich habe das Retreat und dann die Business-Formate vom Coaching-Café, und davon wird es in Zukunft auch mehr geben.

[19:16] Wie sehen die verschiedenen Formate im Detail aus?

Angefangen hat es vor 2 Jahren mit der Idee des Coaching Cafés. Und dann kamen relativ schnell die Impulse in Espressolänge.
Ich wollte eine Veranstaltung schaffen, wo viele bunte Impulse da sind für viele bunte Menschen. Es sind 8 unterschiedliche Selbstcoaching- und Coachingstationen mit Übungen, z.B. eine Dankbarkeitsliste oder etwas zum Basteln oder zum Ausmalen, und Coaches. Die Idee vom Coaching Café war, den Menschen die Möglichkeit zu geben, meine Arbeit kennenzulernen und ganz viele bunte Impulse bekommen. Dann gibt es noch die 2-tägigen Coaching-Retreats, das ist praktisch dasselbe Format, nur länger.

[27:23] Gibt es spezielles Kundenfeedback oder Fälle, über die du berichten kannst?

Ganz viel. Nach jedem Coaching Café gibt es Momente, wo ich Tränen in den Augen habe – es ist einfach so schön. Ich hatte zum Beispiel eine Teilnehmerin im Retreat, die gesagt hat: „Vor einem Jahr habe ich noch alle beneidet in meinem Leben und mich verglichen und jetzt mag ich mein Leben.“ Das ist zum Beispiel das, was mich wirklich bewegt. Dann weiß ich, ich war nicht umsonst hier. Es gibt zum Coaching Café Company einen O-Ton, der es so gut umschreibt: Es ist Wellness für die Seele, Frühjahrsputz fürs Hirn und Vorsorgeuntersuchung für das Herz.

[30:18] Wie haben denn die Kunden davon erfahren, dass du „Straßen bauen“ kannst?
Mittlerweile habe ich auch Google ganz gut verstanden. Ich habe ein bisschen Suchmaschinenoptimierung auch auf der Webseite gemacht. Die meisten Menschen suchen nicht nach einem Coach. Sie haben ein Schmerz oder ein Ziel und das geben sie in Google ein. Bei mir kommen ganz viele Menschen an, die das Thema Selbstbewusstsein haben, Liebe, Leichtigkeit, Freude, Partnerschaft…
[35:41] Im Business läuft nicht immer alles wie geplant. Wie gehst du im Coaching damit um, dass deine Kunden Geduld entwickeln?
Das ist eine der größten Herausforderungen. Ich habe ja auch viele Kunden, die irgendwo hinwollen: Hotelbesitzer, Ärzte, ganz viele Selbstständige. Dann ist es das Schönste zu sagen: Wir üben erst einmal nichts zu tun. Dadurch, dass viele so viel Druck aufbauen, stellen sie sich immer wieder selbst ein Bein. Da ist mein Ansatz zu sagen: entspannt bleiben und weitermachen. Natürlich gibt es auch konkrete Techniken. Für jemanden, der sehr aktiv ist, geht es erstmal um Vertrauen. Ich darf meine Kontrolle abgeben. Ich muss erst einmal nichts.
[44:07] Wie hast du deine Preise festgelegt, mit denen du dich wohl fühlst und auch von leben kannst?

Manchmal darf ich Kunden sagen, was es wert ist und sie sagen dann vielleicht: „Damit habe ich jetzt nicht gerechnet” oder „Okay”. Dann geht es um die Frage: Wie mache ich es möglich. Viele Kunden schlagen dann auch was vor, weil ich nie was am Preis mache. Aber an den Zahlungsmodalitäten bin ich immer bereit zu drehen. Wenn jemand mir einen Vorschlag macht, weiß ich nämlich, dass die Person sich wirklich verändern will. Mittlerweile weiß ich: Es ist nie das Budget und das Geld an sich, denn es gibt immer 1000 Möglichkeiten. Beim Coaching Café, bei der offenen Variante – für einen Studenten sind 25 Euro wahnsinnig viel Geld. Deswegen sage ich: Pay what you want. Mittlerweile gebe ich auch eine Empfehlung und sage: Der Abend ist mindestens 75 Euro wert. Und dann ist die Frage: Was ist es denn wert, wenn du endlich glückliche Beziehungen hast? Wenn dein Business endlich funktioniert…Wenn du dicht leicht fühlst, dich wieder magst…

[51:15] Was würdest du Gründerinnen empfehlen, die eine Idee haben?

Veronika: Tu es!
Erzähle es ist nicht unbedingt zu vielen Menschen, bevor du nicht für dich weißt, dass die Entscheidung getroffen ist, es wirklich zu tun und was es genau ist. Fang an, tue es und setze dieses zartes Pflänzchen noch nicht jeder Strahlung aus. Also einfach sehr achtsam sein mit den Menschen, denen man so eine Idee erzählt. Du brauchst Menschen, die für dich und so eine Idee sind.

Annie: Spannend. Ich sage meinen Kunden immer: Erzähl es!
Wenn du stark genug bist, dann erzählst du es vielleicht auch deinem schärfsten Kritiker. Man sollte sich auf jeden Fall diese Fragen beantworten, bevor man zum Notar rennt und sich fragen: Hat der Kritiker vielleicht Recht? Jede Frage, selbst wenn es Kritik oder eine kritische Frage ist, hilft einem unheimlich dabei, sein Geschäftsmodell zu entwickeln.

[57:13] Was ist finanzielle Freiheit für dich?
Finanzielle Freiheit ist, wenn nur ich für etwas verantwortlich bin. Ich liebe die Selbstständigkeit und das Unternehmertum, weil ich für meinen eigenen Umsatz verantwortlich bin.
[1:02:08] Welches Buch inspiriert dich?
Das Café am Rande der Welt von John Strelecky. Das ist immer wieder mein Impulsgeber.
[1:03:54] Letzte Frage. Was trägst du immer bei dir und warum?
Mein Lächeln. Das ist etwas, was ich schon immer bei mir habe. Das ist vielleicht auch noch mal ein Tipp, ein Impuls: Was ist schon immer bei dir? Was bist du schon immer? Mein Lächeln trage ich gerne bei mir, weil ich es gerne mag. Für mich ist es so wie Zähneputzen: ohne gehe ich nicht aus dem Haus.

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