INTERVIEW MIT LARS WROBBEL 

Finanziell frei in die Große Pause

Träumst du auch davon finanziell frei zu sein und dich ans andere Ende der Welt abzusetzen? OK, vielleicht reicht dir ja schon ein Jahr Auszeit für eine Weltreise oder etwas, was du schon immer mal machen wolltest. Doch wie soll das funktionieren im Hamsterrad des Angestellten-Daseins? 

Lars Wrobbel, bekannt vom Blog “Passives Einkommen mit P2P-Krediten”, macht es vor. Er ist gerade in seiner Großen Pause und berichtet im gleichnamigen Podcast über seine Auszeit vom Job. Ich habe ihn im letzten Jahr auf dem Finanzbarcamp der comdirect in Hamburg interviewt. Er gibt dir im Interview spannende Einblicke in seinen Weg zur finanziellen Freiheit. Viel Spaß beim Zuhören!

Podcast – Annie und die starken Frauen

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P2P-Kredite als Zinsbaustein für die Unternehmerin von heute

Ich selbst investiere seit über 2 Jahren in P2P-Kredite und bin damals auch durch Lars darauf aufmerksam geworden. Er war im Interview bei meinem Lieblings-Finanz-Podcaster Daniel Korth, dem Finanzrocker. Ich habe einfach mal gemacht und mir ein Konto bei Mintos,  Bondora und EstateGuru, den großen Playern der Branche, eröffnet. Mittlerweile sind P2P-Kredite ein fester Bestandteil in meinem Portfolio, der mir im Schnitt gut 10% Zinsen beschert. Ich bin mit ca. 10% meines Vermögens in P2P investiert. Als Unternehmerin ist mir nämlich wichtig nicht nur auf ein Pferd zu setzen, auch in Sachen Geldanlage. Das streut das Risiko und macht es flexibler. 3-6 Monatsgehälter habe ich immer frei verfügbar auf meinem Tagesgeldkonto bei der DKB, den Rest investiere ich in ETFs und Aktien mit meinem Trade Republic Depot. Wie legst du dein Geld an, das du als Unternehmerin verdient hast, damit es dort für dich arbeitet und nicht umgedreht?

Show Notes

Hier sind die Links von Lars.

Website von Lars

Passives Einkommen mit P2P-Krediten

Buchtipp von Lars

Investieren in P2P Kredite: Was man wissen sollte, wie man Fehler vermeidet und erfolgreich investiert

Video – Annies YouTube-Kanal

Das Interview mit Lars gibt es auch als Video auf meinem Frau Schnabelkraut YouTube-Kanal.

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Fragen & Antworten

Du möchtest die Kernaussagen noch einmal auf einen Blick? Du magst lieber Lesen als Zuhören? Kein Problem. Hier findest du das für dich aufbereitete Transkript der Podcast-Folge. Viel Spaß beim Nachlesen.
[03:33] Wer bist du und was machst du?
Ich bin Lars, 35 Jahre alt und Online-Unternehmer. Ich habe mich letztes Jahr von meinem Job verabschiedet und bin jetzt auf Dauerreise.
[04:00] Was machst du in deinem normalen Job? Wie verabschiedet man sich davon und wie soll es weitergehen?

Ich habe den gleichen Job gehabt wie du. Ich war Projektleiter und habe spannende Projekte geleitet. Ich habe mich tatsächlich im Rahmen eines Sabbaticals verabschiedet. Aber die Verabschiedung fing eigentlich schon viel früher an, weil ich das komplett nebenberuflich aufgebaut habe mit dem Ziel, irgendwann finanziell unabhängig zu sein.

Am Anfang habe ich mich voll in den Job reingehängt, Nachtschichten gemacht… 24/7 gearbeitet. Dann bin auf 75% und dann 50% der Stunden runter, als das Geld auf der anderen Seite anstieg. Jetzt habe ich eigentlich einen neuen Vertrag ab August komplett remote, aber es ist finanziell nicht mehr notwendig. Deswegen überlege ich mir gerade, ob ich den Job überhaupt antrete. Und seit Juni letzten Jahres bin ich mehr oder weniger auf Weltreise und verdiene mein Geld durch andere Mittel.

[05:05] Wer deine Geschichten auf Weltreise hören will, kann ja auch in deinen Podcast reinhören. Du machst ihn zusammen mit deiner Freundin. Erzähl mal darüber.
Ja genau, den Podcast “Die große Pause” machen wir zusammen. Da begleiten wir unsere Reise. Wir haben vor einem Jahr angefangen mit der Vorbereitung für das Sabbatical. Sie ist Lehrerin und hat auch ein Sabbatical genommen.
[06:37] Wie finanzierst du dein Sabbatical und wie hast du dir andere Einnahmequellen aufgebaut, um deinen normalen Job zu reduzieren?
Ich habe eigentlich schon 2012 angefangen und ganz viel ausprobiert: Sportwetten, Affiliate-Seiten und alles, was man so findet, wenn man im Internet Geld verdienen will. Geblieben sind letztendlich das Bloggen und das Self-Publishing, womit ich mir jetzt mein Leben finanziere. Ich habe mir aber vorher ein kleines Polster angespart, falls ich was brauche. Aber de facto habe ich bis jetzt noch keinen Cent davon angefasst. Also eigentlich läuft alles so weiter wie bisher.
[07:43] Fangen wir mal an beim Self-Publishing. Wie funktioniert das?

Lars: Ich habe angefangen damit, Bücher aus dem Amerikanischen ins Deutsche zu übersetzen. Und zwar war das damals so: Es gibt ja ein Rechtssystem, wenn ein Autor länger als 70 Jahre tot ist und seine Rechte nicht weitervererbt, dann kann man diese Bücher, die damals schon erfolgreich waren, übersetzen ins Deutsche und wieder neu veröffentlichen. Dann bin ich in den Citizen Circle gekommen und habe da jemanden kennengelernt, der das ganze businessmäßig aufgezogen hat, indem er externe Leute beauftragt hat, die Bücher schreiben und sich dann komplett auf Amazon konzentriert hat und die Bücher dort erfolgreich platziert hat. Das habe ich übernommen und war auch ziemlich erfolgreich damit. Zu meinen Hochzeiten habe ich 8 Bücher pro Monat veröffentlicht.

Annie: Das heißt du hast auf Google geschaut, passt das gerade in die Leserschaft, dir jemanden fürs Schreiben geholt und dich dann um den Vertrieb gekümmert und kassierst jetzt ein Leben lang das Geld für die Verkäufe?

Lars: Jein. Wenn die Bücher früher erfolgreich waren und gut waren, aber es gibt auch Bücher, die jetzt keinen Cent mehr verdienen. Tatsächlich waren die Rezeptbücher bis heute die erfolgreichsten Bücher.
Der Self-Publishing-Markt auf Amazon hat sich seither sehr gewandelt. Der Wettbewerb ist sehr stark geworden, es gibt auch viele Anbieter, die mit Fake-Rezensionen arbeiten. Deshalb habe ich mich entschieden, dass Amazon-Business gut zu kennen, aber mich nicht mehr auf die Texte zu konzentrieren. Ich arbeite jetzt mit Influencern zusammen, die Experten in ihrem Gebiet sind und mir die Texte liefern.

[11:18] Was sind da deine nächsten Projekte? Wie geht es da weiter aktuell?

Finanziell ist es gar nicht mehr notwendig, so viele Bücher zu veröffentlichen. Es war ja immer mein Ziel, finanziell frei zu werden. Inzwischen ist es so, dass ich 6 – 12 Bücher pro Jahr je nach Geschäftspartner mache.
Es ist wichtig erst einmal ein Buch zu haben, was auch gesucht wird.

[12:39] Wie findest du denn die Themen, die die Leute interessieren?

Ich bin ja an die Finanzblogger gebunden, weil ich selbst einer bin. Deshalb sind die Themen sehr auf Finanzen, Investments oder Steuern bezogen. Themen abseits davon mache ich eigentlich kaum noch, da nicht erforderlich.

[12:59] Thema Finanzblog: Du hast ja gesagt, das ist deine Haupteinnahmequelle gerade. Was machst du da genau?

Ich habe vor Jahren einen Blog über Peer-to-Peer-Kredite geschrieben. Es war nicht der erste, aber der zweite. Es war damals noch ganz früh und es gab noch keine Möglichkeit, damit Geld zu verdienen. Ich habe es gemacht, um ein Buch zu unterstützen. Letztendlich ist das Buch heute Marketing für den Blog. Mittlerweile ist er der größte in Deutschland und ich habe eine große Community. Es gibt sogar eine eigene Konferenz dazu.

[13:49] Peer-to-Peer-Kredite ist nicht für jeden ein Begriff. Was ist das und worüber schreibst du auf deinem Blog?

Ich bin in ganz vielen Plattformen europaweit investiert. Es gibt sogar Plattformen europaweit. Das heißt, dass man in Kredite von anderen Menschen investiert, die einen Kredit aufnehmen. Es funktioniert nach dem Crowdfunding-Prinzip: Viele Leute finanzieren einen Kredit und bekommen am Ende ihre Rendite raus. Wenn jemand zum Beispiel ein Auto möchte, das 25 000 Euro kostet, dann kann ich da mit 10 Euro reingehen und krieg dann am Ende meine Rendite raus. Ich investiere auf diesen Plattformen europaweit und schreibe dann über meine Erfahrungen.

[14:46] Die Deutschen sagen jetzt: Ist das sicher?

Nein, es ist absolut nicht sicher. Man hat Renditen von 10 – 20 %, da kann man die Sicherheit eigentlich hinten anstellen. Es ist ein Hochrisikoinvestment, aber ich bin ziemlich zufrieden damit. Ich bin seit knapp fünf Jahren investiert. Es fallen viele Projekte aus, aber unterm Strich muss es halt passen.

[15:13] Wie bist du denn allgemein investiert? Wie viel macht P2P vom Gesamtvermögen aus?

Aktuell zwischen 10 – 13 %, aber der Großteil liegt in Aktien und ETFs. Dazu habe ich noch ein paar Kryptowährungen.

[16:30] Warum hast du mit P2P-Krediten angefangen? Wie geht es jetzt weiter?

Also warum ich anfangs da rein investiert habe? Eigentlich, weil das ganze Zeug nicht unbedingt mit dem Aktienmarkt korreliert. Wenn der Aktienmarkt mal 20 Prozent über 30 Prozent fällt, dann beeinflusst das den P2P-Markt nicht sonderlich. Natürlich kann man auch super streuen. Da kann man locker auf 20 Plattformen investiert sein. Du brauchst nicht viel Aufwand, um die im Monat zu managen. Anfangs vielleicht schon, aber du kannst das Investment und den Aufwand wirklich so gering halten, dass du in 5 Minuten im Monat fertig bist um am Ende 10 – 20% Rendite hast.

[20:13] Was ist denn für dich der Reiz am ortsunabhängigen Arbeiten?

Auf jeden Fall das Reisen, auch wenn ich nicht gerne Dauerreisender bin. Aber allein die Freiheit zu haben, von überall arbeiten zu können und nicht an einem Ort zu sein. Und man muss übrigens nicht finanziell frei sein, um das machen zu können. Du brauchst nur einen Remote Job. Dann kannst du theoretisch auch mit 0 Euro los, wenn du unterwegs die Möglichkeit hast zu arbeiten.

[24:36] Gibt es ein Projekt, bei dem du besonders viel gelernt hast? Was würdest du jemanden auf den Weg geben, der sich über passive Einkommensquellen informieren möchte?

Ich glaube tatsächlich mein Blog. Ich würde heute nicht mehr damit anfangen, Bücher zu veröffentlichen, weil der Markt auf Amazon so voll ist. Aber ich habe in meinem Blog einen Podcast und Youtube-Kanal eingebunden. Ich glaube da kann man richtig viel lernen, weil man unterschiedliche Wege gehen kann.

[26:39] Wie sind denn deine Erfahrungen mit virtuellen Assistenten?

Lars: Ich habe mich von Anfang damit schwer getan, Sachen auszulagern, aber es war notwendig, weil ich keine Ahnung hatte von Cover-Design. Bei meinem Blog habe ich das aber nicht gemacht, sonst geht die persönliche Note verloren. Gute Autoren zu finden braucht manchmal auch richtig Zeit, Nerven und Geld.
Was hast du denn alles ausgelagert?

Annie: Podcast schneiden, Video schneiden, Blogbeiträge hochladen, das Hochladen in YouTube und Soundcloud, Formatierung von Blogbeiträgen…

[32:42] Wo findet man dich und was sind deine nächsten Stationen?

Am besten man googelt einfach mal, da kommt man auf die Über mich-Seite von meinem Blog und da findet man ganz viel. Mein Fokus liegt tatsächlich auf der Konferenz, die jährlich in Riga stattfindet, um diese größer und bekannter zu machen. Dann ist da der Partnerblog mit dir. Außerdem habe ich noch zwei andere Blogs, einen in Englisch und einen in Spanisch.

4 Kommentare
  1. Ich höre deine Podcasts ab und an, finde es aber immer schwierig, weil ich sie nicht beim Pendeln hören kann. Kannst du den Download auf Soundcloud erlauben?

    Antworten
    • Hallo Andreas, ich bin mit Soundcloud nicht so zufrieden, deshalb wechsle ich gerade den Podcasthost. Sobald das erledigt ist, werden die Beiträge entsprechend angepasst und ein anderer Player eingebaut. Du kannst den Podcast bis dahin auch auf Spotify, iTunes und vielen anderen Plattformen kostenlos hören und auch downloaden. Probier das doch mal. Viel Spaß mit der neuen Folge!

      Antworten
      • iTunes habe ich nicht und auf Spotify kann man leider nur als Premium Nutzer downloaden.

        Antworten
  2. Ich nutze die app podcast-Spieler ( so n lila Symbol), damit kannst du die Folgen runterladen und auf der Fahrt anhören!

    Antworten

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