Richy von der Börse Stuttgart (Teil 1/2)

Krypto handeln: So funktioniert’s!

Bitcoin, Ethereum & Co. – Was steckt eigentlich hinter dem Hype der Kryptowährungen? Bei Blockchain, Wallet & Halving verstehst du nur Bahnhof? Nach diesem Interview nicht mehr! Ich hab für dich nachgefragt.

Richy von der Börse Stuttgart stand mir Rede und Antwort. In diesem Interview erfährst du, was es eigentlich mit der Blockchain auf sich hat, wie der Handel mit Kryptowährungen funktioniert, welche Coins es neben Bitcoin noch so gibt, wofür sie gedacht sind und wieso es bisher so schwierig war, damit zu handeln. Das Interview ist in zwei Teile geteilt. Falls du es nicht abwarten kannst und sofort loslegen möchtest, dann kannst du das hiermit tun: In meinem Bitcoin-Finanzblog-Artikel findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bitcoin kaufen.

Sind nach dem Interview noch Fragen offen? Dann kommentiere den Beitrag! Ich freue mich über den Austausch mit dir.

Podcast – Annie und die starken Frauen

Den Podcast gibt es überall, wo es Podcasts gibt. Du kannst auch direkt hier auf der Seite streamen. Viel Spaß beim Zuhören!

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Show Notes

Alles auf einen Blick: Hier sind die Links zu den Themen, über die im Podcast gesprochen wurde. Viel Spaß beim Nachlesen und selbst ausprobieren. 

BISON Blogbeitrag

So kaufst du Bitcoin mit der BISON-App.

BISON Buch

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Deadcoins

Mehr über Deadcoins erfährst du hier.

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Video – Annies YouTube-Kanal

Du findest alle Podcast-Folgen, natürlich auch das Interview mit Richy, auch als Video auf meinem Frau Schnabelkraut YouTube-Kanal. Viel Spaß beim Anschauen.

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Fragen & Antworten

Du möchtest die Kernaussagen noch einmal auf einen Blick? Du magst lieber Lesen als Zuhören? Kein Problem. Hier findest du das für dich aufbereitete Transkript der Podcast-Folge. Viel Spaß beim Nachlesen.

[01:49] Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Richard Dietrich, seit 2001 an der Börse beschäftigt, wo ich die Kundenbetreuung mit aufgebaut habe. Wenn man viel mit Kunden zu tun hat, muss man auch wissen, wie der Markt funktioniert. So kam es, dass es irgendwann hieß: Stell dich mal hin und erklär das Ganze. Ich habe Seminare gegeben, war auf Roadshows dabei. Irgendwann wurde ich dann vor die Kamera geschubst. Seitdem bin ich nicht nur vor Ort unterwegs, sondern auch digital wie jetzt in diesem Podcast, um Wissen zu vermitteln. Wir haben in Deutschland einiges aufzuholen!

[03:19] Was ist Kryptowährung überhaupt?
Es geht bei Kryptowährungen sehr stark um Datenbanken. Wir alle kennen vielleicht eine zentrale Datenbank, jeder hat irgendwo ein Girokonto. Die Daten sind da zentral bei der Bank gespeichert. Da setzt die Blockchain-Technologie an: die Datenbanken sind nicht mehr zentral, sondern dezentral – vielleicht sogar an Tausenden verschiedenen Stellen – fälschungssicher aufbewahrt. Das heißt man hat ein ausfallsicheres Netzwerk und kann auch die Daten besser verteilen.

Genau darauf setzen viele Kryptowährungen auf. Wir haben einmal dezentrale Datenbanken und zum anderen werden Daten in Blöcken geschrieben. Diese werden miteinander verknüpft, damit diese Blöcke nicht angreifbar sind. Jeder kann in das System reinschauen, aber es steht kein Name dahinter. Es steht nur ein öffentlich zugänglicher Schlüssel. Transaktionen sind dadurch transparent, aber trotzdem anonym.

[05:13] Wenn alles anonym ist, besteht da nicht die Gefahr der Geldwäsche?

Geldwäsche ist natürlich ein wichtiges Thema, deshalb greife ich mal vorweg: Du hast vorhin ja die BISON App erwähnt. In Deutschland muss es nachweisbar sein, um eine gewisse Transparenz zu haben. Wir haben in der App die Möglichkeit, Kryptos, die man woanders gekauft hat, bei uns einzuzahlen. Wer glaubt mit Bitcoin groß Schwarzgeld zu verschieben, Waffen zu kaufen oder Drogen zu handeln, sollte eines bedenken: die Schwarzwährung schlechthin ist immer noch der US-Dollar. Das meiste wird mit 100-Dollar-Noten gemacht, weltweit. Ist einfach so. Und man muss auch sagen: Es gibt immer die Grenze, wo Bitcoin in Euro gewechselt wird und das kann nachvollzogen werden. Wenn du irgendwo auf dein Konto Euro einzahlst, um damit dann Bitcoins zu kaufen oder dir irgendwann die Bitcoins in Euro wechselst – spätestens diese Schnittstelle kann erkannt werden.

[06:40] Könnte ich im Laden mit Bitcoin zahlen, z.B. in meinen Kaffee?
Es gibt schon einige Läden, die Bitcoin-Zahlungen annehmen. Das Problem ist aber: Bis deine Zahlung durch ist, ist dein Kaffee kalt! Die Blöcke werden alle 10 Minuten geschrieben und derjenige, dem du die Bitcoins zahlen möchtest, braucht mindestens 10 Minuten, um zu erkennen, dass es ihm auch wirklich gutgeschrieben wurde. Bitcoin ist nicht unbedingt die Währung, die dazu gedacht ist, den Zahlungsverkehr anzustoßen. Allerdings ist das ganze Thema Kryptos sehr stark im Wandel. Aus Bitcoins können sich auch andere Coins ableiten, die dann diese Fähigkeit haben. Bitcoin ist eher etwas wie ein Wertaufbewahrungsspeicher. Ich vergleiche das gerne mit digitalem Gold.
[08:23] Was ist Bitcoin? Wie kann man die Währung kaufen?
Zuerst möchte ich das ganze Bitcoin-Netzwerk ein bisschen beschreiben. Da gibt es zwei wichtige Parteien, die das Netzwerk am Laufen halten. Einmal gibt es die sogenannten Nodes. Nodes sind diejenigen, die die dezentralen Datenbanken speichern und öffentlichen zugänglich machen. Es gibt einmal die Full Nodes, die den gesamten Datenbestand live nach außen stellen – aktuell etwa 180 Gigabyte an Daten, was überschaubar ist. Es gibt noch die sogenannten die Light Nodes. Jeder der die Bitcoins selbst speichern möchte, kann sich eine eigene Wallet mit den eigenen Nodes hinterlegen.

Was man vielleicht eher mal gehört hat sind die Miner. Man sagt die Bitcoins werden gemined oder geschürft. Das sind diejenigen Gesellschaften, die Rechenleistungen zur Verfügung stellen, damit diese Bitcoin-Blöcke alle 10 Minuten miteinander verklebt werden, nennen wir es mal so. Miner erstellen die Blocks, die Nodes speichern das Ganze. Das Ganze ist kurz nach der Finanzkrise 2007/2008 ins Leben gerufen worden. Es gibt einen geheimen Programmierer, der damals das Vertrauen ins Finanzsystem verloren hatte. Er wollte ohne Banken seine eigene Bank sein und selbst sein Netzwerk bauen.

Der Wert eines Gegenstandes entsteht dadurch, dass irgendeiner bereit ist, den zu bezahlen. Gold hat an sich auch keinen Wert. Der Wert ist historisch gewachsen. Ähnliche Eigenschaften hat jetzt auch Bitcoin. Es lässt sich recht leicht aufbewahren, man kann es leicht teilen und über die Blockchain-Technik leicht weitergeben.

[13:29] Wie hat das Verkaufen und Bezahlen mit Bitcoins vor der BISON App funktioniert?

Richy: Ich habe meinen ersten Bitcoin 2017 gekauft, weil ich wusste, die Börse Stuttgart wird zukünftig stärker mit dem Thema beschäftigen. Wenn ich über etwas erzähle, ist es mir wichtig, dass ich es selbst erlebe. Deshalb habe ich mich verschiedenen Plattform auseinandergesetzt, von denen man nicht wusste, wer der Eigentümer ist. Die Plattformen waren aber nicht für Einsteiger gedacht. Ich war schon 15-16 Jahre an der Börse tätig, aber habe längere Zeit gebraucht, um meine Order zu platzieren. Du hast gerade Wallet angesprochen, man muss die Währung irgendwo aufbewahren.

Da ist schon der erste Fehler. Viele Leute glauben, dass in diesem Wallet/Geldbeutel die Bitcoins aufbewahrt werden. Das stimmt aber nicht ganz. Die Bitcoins sind immer auf dieser Blockchain verwahrt. Dort steht irgendwo drauf, wem wie viel Bitcoin gehört. Damit du diesen Eintrag auf der riesigen Datenbank findest, brauchst du deinen privaten Schlüssel – dieser private Schlüssel ist in der Wallet hinterlegt.

Annie: Du sprichst die Punkte an, warum ich mich letztlich für die BISON App entschieden habe. Erstens diese ganzen ausländischen Marktplätze. Es war mir zu riskant mein Geld dorthin zu überweisen. Man hat viele Geschichten gehört, dass diese Marktplätze nicht sicher waren. Der zweite Teil war die Verwahrung. Viele hatten auch bei den Wallets die gleichen Bedenken wie bei den Marktplätzen.

[18:43] Was gibt es für verschiedene Kryptowährungen?
Bitcoin hat 60-70% Marktanteil. Das ist die bekannteste Währung, definitiv. Wir haben uns für BISON die Coins rausgesucht, die den größten Marktanteil und das größte Interesse haben, die eine Anwendung haben. Neben Bitcoin sind das Ethereum, Litecoin oder Ripple. Wenn Bitcoin als Gold bezeichnet wird, wird Ethereum gerne als Silber bezeichnet. Es hat einen ganz anderen Anwendungszweck als Bitcoin. Bitcoin ist eher als langsames Zahlungsmittel und als Währungsaufbewahrungsspeicher gedacht.

Ethereum ist eher dafür gedacht, digitale Verträge abzuschließen. Bei Blockchains gibt es sogar die Möglichkeit der Smart Contracts, schlaue Verträge. Um bei einem Notar einen Termin zu kriegen, braucht man ja Zeit und dann kostet es auch jede Menge Geld. Es gibt einige Länder, die haben ihre Kontenbücher komplett digitalisiert. In Zukunft könnte man sagen: Ein Kaufvertrag über ein Grundstück kann anstatt eines Notars über eine solche Blockchain mit einem Smart Contract abgewickelt werden. Es ist darüber mittelfristig theoretisch möglich, Aktien über die Blockchain abzuwickeln, anstatt es über klassische Wertpapiere abzuwickeln.

Viele Daten könnten in Zukunft auf diese Weise digitalisiert werden. Es ist noch etwas unbekannt, aber kann mittelfristig sehr viel verändern. Also schlaue Verträge, die auf dritte Datenbanken zugreifen zu können, um Verträge abzuschließen. Oder auch um Plagiatsvorwürfen vorzubeugen. Louis Vuitton hat sich Gedanken darüber gemacht, die Echtheit von ihren Taschen in der Blockchain darzustellen. Nur wer den Code kennt, kann belegen, dass er eine LV-Originaltasche hat.

[23:28] Was passiert, wenn ich den Schlüssel zu meinen Daten verliere? Bin ich dann digital ausgelöscht?
Es gibt die Möglichkeiten Verwahrergesellschaften zu nutzen. Es war ja früher auch so, dass du deine Aktien nach Hause nehmen konntest und warst dann dafür verantwortlich für die Urkunde. Dadurch kam dann irgendwann die Wertpapierverwahrung. Das sind diejenigen, die Millionen Aktien Gegenwert im Keller liegen haben und die werden dann nur noch buchtechnisch hin- und her gebucht.
[25:30] Was zeichnet Litecoin aus?
Litecoin ist eine Abwandlung von Bitcoin, die auf dem ursprünglichen Code stattfindet. Ich sagte ja vorhin schon, dass das Ganze eine Evolution ist. Blockchain-Technologie, die wir jetzt kennen, hat nur noch teilweise mit der ursprünglichen zu tun. Open-Source-Software ist dazu in der Lage, sich anzupassen. Immer wenn es eine neue Funktion gibt, spricht man in der Blockchain-Welt von einer Abweichung: einer Fork oder einer sogenannten Gabelung. Es gibt die weichen also Soft Forks, wo alle mitmachen und es gibt es Hard Forks, wo man sich uneinig ist und unterschiedliche Wege geht. Jeder, der bisher eine Coin hatte, bekommt auch eine von der neuen, aber die hat ganz neue Funktionen.

Litecoin ist dafür gedacht, wesentlich schneller und agiler zu sein. Litecoin ist eine Währung, die recht gut für den Zahlungsverkehr geeignet ist. Die Transaktionsgebühren sind geringer und man hat nicht die 10-Minuten-Blöcke, auf die man warten muss, sondern die Transaktionen können viel schneller verbucht werden. Ripple dient dazu, den internationalen Zahlungsverkehr zu günstiger und schneller zu machen. Zahlungen laufen in XPR.

Ganz wichtig: Bevor ihr euch eine Coin kaufen wollt, schaut zumindest immer genau hin!

[31:00] Ist es riskant etwas mit Kryptos zu machen?
Natürlich ist es riskant! Aber es kann auch riskant sein, nichts damit zu machen. Jetzt 20-30% des Gesamtvermögens in Kryptos zu investieren, das ist schon ziemlich tapfer. Jeder sollte sich eine Prozentzahl überlegen, z.B. 3-5%, mit der man es ausprobiert. Wenn sich der Wert verzehnfacht, dann spür ich was davon, aber wenn es mal runter geht, tut’s nicht so weh.Die Schwankungen im Vergleich zum Aktienmarkt sind viel schlimmer.
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