Finanz Hokuspokus

Die Tricks, um den Zauber zu lüften

Kennst du das auch? Das schlechte Gewissen, weil man gar nicht weiß, wo das ganze Geld denn schon wieder hin ist? Das verdrängt man meistens ganz gut und kurz vor Monatsende holt es uns oft ein. Oder das blöde Gefühl, dass das Geld nicht reicht und man einfach nicht weiß, wo man anfangen soll zu sparen und von Finanzanlagen hat man schon erst recht keine Ahnung?

Das was der/die Bankmitarbeiter*in einem erklärt, versteht man sowieso nur zur Hälfte oder vergisst es gleich danach wieder. Dann hat man irgendeinen Bausparvertrag abgeschlossen und weiß gar nicht, was man eigentlich damit soll. Wenn man den Vertrag ein paar Jahre später wieder auflösen will, merkt man erst, dass die Hälfte der Einsparungen für die Abschlussgebühr draufgegangen ist. Das heißt nicht, dass Bausparverträge per se schlecht sind, das heißt nur, dass sie vielleicht nicht zu jedem in jeder Lebenslage passen. Damit du das selbst beurteilen kannst, ist ein gewisses Maß an finanzieller Bildung und finanzieller Verantwortung wichtig! Aber wenn das alles so wichtig ist, warum hat man uns das eigentlich nicht in der Schule beigebracht? Da lernt man doch alles, was man im Leben braucht, dachte ich. Tatsache ist, in meine Schulbücher von damals habe ich nie wieder einen Blick hineingeworfen. Die verstauben auf dem Dachboden meiner Eltern. In mein Online-Banking oder meine Geldbörse schaue ich jeden Tag. Das brauche ich ja zum Leben, das liebe Geld. Das Leben kostet und ich möchte nicht am Leben sparen, nur am Geld. Wie sparst du denn aber richtig und legst dein Geld an, damit es mehr wird? Das kommt ganz auf dich und deine Lebenssituation an und da solltest du beginnen, bevor du dich mit dem ganzen Finanz-Hokuspokus beschäftigst.

Als ich in der Ausbildung war, hatte ich ein sehr geringes Einkommen, aber auch noch keine Familie zu versorgen. Meine kleine Einraumwohnung war nicht sehr teuer und ein Auto hatte ich zu Beginn auch nicht. Nach der Ausbildung sah das schon anders aus. Ich habe mehr verdient und hätte auch mehr sparen können, aber meine Ansprüche hatten sich auch erhöht. Ein Auto musste her und eine größere Wohnung und schon war am Monatsende wieder kein Geld für mein Sparbuch übrig. 2013 bin ich für meinen nächsten Job nach Berlin gezogen und hatte zuvor mal wieder einen großen Kredit aufgenommen. Irgendwann war das alles zu viel. Also habe ich mein Auto verkauft und bin auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen – und siehe da, ich konnte auch ohne Auto überleben. Das hat mir die Augen geöffnet, bevor es zu spät war, und ich habe angefangen meine Prioritäten zu überdenken. Das heißt nicht, dass du gleich dein Auto verkaufen sollst. Das heißt nur, dass du das Thema aktiv angehen musst, damit sich etwas ändert. Das passiert leider nicht von allein. Der beste Weg mit Geld umzugehen, kann bei jedem von euch anders sein. Die Mama von 2 Kindern in einem großen Haus hat da andere Prioritäten und Bedürfnisse als die Studentin in der WG auf dem Uni-Campus. Genau so individuell sollten auch eure Finanzen betrachtet werden.

Als erstes brauchst du eine Übersicht über dein Geld, damit es nicht weiter wie von Zauberhand einfach am Monatsende verschwunden ist. Was hast du für monatliche Einnahmen und Ausgaben? Schreib es dir auf, mach dir eine Tabelle oder Liste. Schau deine Kontoauszüge durch und vergiss nicht die Kreditkarten, die vielleicht irgendwo noch schlummern. Wie viele regelmäßige Ausgaben hast du für dein Handy, dein TV-Abo und Co? Was bleibt denn dann am Monatsende für dich übrig? Wie viel Geld hast du denn zum Leben zur Verfügung? Also zum Essen, den Friseur, die Klamotten und was alles so an Ausgaben anfällt? Wie viel Geld hast du auf weiteren Konten? Vielleicht hast du ja ein Sparbuch oder noch einen Kredit. Denk dabei auch an deine Versicherungen. – Und?  Erschreckend, was?! Bei mir war das zumindest so, als ich mir das erstes Mal meinen Finanz-Überblick verschafft habe. Da hatte ich so hart gearbeitet und dann blieb am Ende nur so wenig für mich übrig. Eigentlich wollte ich das gar nicht so genau wissen und dann stand das da schwarz auf weiß. Die Erkenntnis war hart, aber nötig, damit ich es endlich anpackte und du kannst das auch.

Jetzt wird es schwer, der Rotstift muss her! Welche Ausgaben sind denn zwingend erforderlich? Wo kannst du Kosten einsparen ohne zu verzichten? Es geht ja nicht darum jetzt am Leben zu sparen, nur damit man irgendwann später mal die Rente genießen kann. Dennoch ist es wichtig, sich jede Investition gut zu überlegen. Gehst du tatsächlich so regelmäßig ins Fitness-Studio, dass sich die 50 Euro im Monat lohnen oder reicht eine kostenlose Fitness App für das Workout im Freien mit deinen Freundinnen? Muss es jetzt der dritte neue Mascara sein oder kannst du die zwei, die du noch zu Hause hast, nicht einfach erst einmal aufbrauchen? Klein Vieh macht auch Mist und gerade bei Geld summiert sich das schnell zusammen. Hier 5 Euro für den Kaffee mit der Freundin, da 10 Euro für ein neues Oberteil, es war ja schließlich im Sale. Ich weiß, das ist hart. Das war es für mich auch. Ich konnte ganz schlecht einschätzen, wie viel ich denn so ausgegeben hatte. Vieles bezahlte ich in bar. Also begann ich mit einem Haushaltsbuch und schrieb akribisch alles auf, sofort nach dem Bezahlen! Die Handtasche ist meist groß genug für ein kleines Buch und einen Stift. Hier 3 Euro beim Bäcker, da 2 Euro für Kaugummis. Das war anfangs richtig lästig, aber wurde nach und nach zu einem Spiel und hat mir sogar richtig Spaß gemacht. Besonders, wenn ich am Monatsende die Ausgaben zum Vormonat verglich und gespart hatte. Dadurch, dass ich immer alles sofort nach dem Bezahlen in meinem Büchlein notiert hatte, habe ich mir meist schon vorher überlegt: Brauchst du das jetzt wirklich? Das ein oder andere Mal war die Antwort nein und ich konnte dem Kauf widerstehen. Irgendwann bin ich dann auf eine App umgestiegen und hab alles digital dokumentiert. Das ging noch einfacher und ich habe sogar meinen Freund und die Freundinnen damit angesteckt. Das artete später in eine Art Wettkampf aus, wer das meiste Geld gespart hatte. Jeden Abend checke ich nun wie auf einem Fitness-Tracker meine Finanzen und werte beim nächsten Kaffee mit den Freundinnen aus, was wir gespart haben und wie sich unsere Geldanlagen vermehren.

Das war der Trick! Die positive Einstellung macht‘s und das ist eigentlich das Wichtigste beim Thema Finanzen. Da nützt die ganze Vorbereitung nichts, wenn man keine Freude dabei hat und schnell zurück in den alten Trott verfällt, weil man keinen Nutzen sieht. Das Thema Finanzen ist aufregend und spannend – du musst es nur auch dazu machen. Es gibt so viel zu lernen und zu wissen und mit jeder neuen Erkenntnis, bist du einen Schritt weiter an deiner finanziellen Unabhängigkeit. Und da fängt der Spaß ja erst richtig an, wenn die nächste Handtasche ohne schlechtes Gewissen gekauft werden kann, weil du deine Finanzen in der Hinterhand im Griff hast. Mach das Geld zu deinem Hobby und sieht dabei zu, wie es sich vermehrt und dir den nächsten Urlaub bezahlt. Von außen scheint es kompliziert und wie ein großes schwarzes Loch, aber lüftet man den Schleier, ist das alles kein Hexenwerk mehr. Ich werde es dir beweisen: Aktien, ETFs, Dividenden und Co. werden bald keine Fremdwörter mehr für dich sein. Du musst nur Lust darauf haben, es auszuprobieren. Je mehr du dich mit Geldanlagen und mit deinen eigenen Finanzen beschäftigt, desto bewusster nimmst du dein Geld und auch deine Ausgaben wahr. Ganz wichtig: Rede darüber! Ich weiß, Geld ist oft so ein Tabu-Thema oder einfach unsexy, aber nur, weil wir es dazu machen. Mach es zur Routine, zu einem ganz alltäglichen Gesprächsthema mit deinen Freundinnen oder such in meiner Facebook-Gruppe nach Gleichgesinnten. Je mehr du Geld bewusst in dein Leben lässt, desto mehr wird es auch auf deinem Konto sein.

Denn das Beste ist: Wenn du den Dreh erst einmal raushast, geht es nicht mehr nur darum Kosten einzusparen, sondern du lernst, wie du mehr verdienst, ohne mehr zu arbeiten. Das Geld arbeitet quasi für dich. – Das ist fast wie Magie und kein Hokuspokus.

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