Lass dir nicht das Geld aus der Tasche ziehen

Die Dispo-Falle und wie du ihr entwischst

Du hast nicht danach gefragt. Er war einfach da. Vielleicht weißt du auch gar nicht, dass er überhaupt existiert. Das Einzige was du merkst, ist, dass der Geldautomat immer Geld ausspuckt, oder du im Geschäft fast alles mit deiner Karte kaufen kannst. Schaust du etwas genauer auf deine Kontoauszüge, wirst du sehr wahrscheinlich erkennen, dass er dir nach und nach dein Geld aus der Tasche zieht. – Der Dispokredit.

Die Bank räumt ihn dir meist standardmäßig in einer bestimmten Summe auf deinem Girokonto ein und du kannst fleißig Geld ausgeben ohne zu bemerken, dass dein Konto bereits überzogen ist. Als früher noch alles mit Bargeld bezahlt wurde, konnte das nicht passieren. Wenn kein Geld in der Tasche war, konnte man sich auch nichts kaufen. Heute ist das anders und das ist auch gut so. Wenn du deine Karte verlierst, lässt du sie sperren und niemand kommt an dein Geld, das Bargeld wäre einfach weg. Beim Bezahlen mit der Karte kann sich auch niemand beim Wechselgeld verrechnen. Dennoch hat das bargeldlose Bezahlen so seine Tücken. Man verliert schnell den Überblick über seine Ausgaben und zahlt danach noch kräftig Zinsen. Bei 3.000 Euro Dispo können das im Jahr schon mal bis zu 360 Euro werden, wenn man einen nicht unüblichen Zins von 12% p.a. (per annum = pro Jahr) unterstellt.

Aber was sind die Alternativen und wie kommst du da raus? Ganz einfach: Als erstes einen Überblick verschaffen. Wie weit ist dein Dispo überzogen? Hast du noch andere Kredite oder Kreditkarten, die ein Minus aufweisen? Hast du irgendwo Ersparnisse, die du nicht brauchst und mit denen du deinen Dispo ablösen kannst? Ich habe damals meinen Dispo durch einen Ratenkredit abgelöst. Die Zinsen bei Ratenkrediten sind nämlich deutlich günstiger. Nimmt man noch einmal das Rechenbeispiel von oben und unterstellt einen Zins von 4% p.a., dann zahlt man anstatt 360 Euro nur 120 Euro. Ich sparte damit nicht nur lästige Zinsen, auch das Rückzahlen fiel mir leichter, da ich den Kreditbetrag, wie der Name schon sagt, in gleichbleibenden kleineren Raten zurückbezahlt habe. Direkt am Monatsanfang ging die Kreditrate vom Konto ab und ich hatte vorher mit meiner Finanz-Übersicht sichergestellt, dass ich mir die auch leisten kann. Heute nutze ich meinen Dispokredit nicht mehr, auch wenn er da ist. Dennoch kommt es hin und wieder vor, dass ich größere Ausgaben habe, bevor das nächste Gehalt auf dem Konto ist. Dann hält meine Kreditkarte her. Kreditkarten sind Bezahlkarten, die dir erlauben Geld bis zu einer bestimmten Summe auszugeben, ohne dass du es gerade auf deinem Girokonto hast. Die meisten Kreditkarten, die ich bisher genutzt habe, ziehen dann einmal im Monat die komplette Summe zum Monatsende vom Girokonto ab. Da diese Belastung zum Monatsende ist, kann ich die Zeit bis zum nächsten Gehalt überbrücken ohne dafür Dispozinsen zu bezahlen. Meine Kreditkarte erhebt in diesem Fall auch keine Zinsen. Achtung: Es gibt natürlich andere Modelle, bei der auch Kreditkartenkosten anfallen, aber das erläutere ich ein anderes Mal.

Sobald du also deinen Dispo ausgeglichen hast, solltest du sicherstellen, dass du nicht wieder in die Dispo-Falle tappst. Behalte also deine Ausgaben weiter im Blick und leg dir eine eiserne Reserve für Notfälle an. Manchmal braucht Frau einfach mehr, als sie im Monat verdient. Für den Urlaub zum Beispiel oder wenn das Auto kaputtgeht und repariert werden muss. Ich empfehle mindestens eine eiserne Reserve von 2 bis 3 Monatsgehältern, um unvorhergesehene Ausgaben zu überbrücken. Das Geld kannst du beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto parken. Das ist in der Regel kostenlos und ständig verfügbar, das heißt du kommst bei Bedarf sofort ohne Verluste an dein Geld, buchst es einfach auf dein Girokonto um. Zum Sparen kannst du einen klassischen Dauerauftrag nutzen und damit monatlich einen festen Betrag auf dein Tagesgeldkonto umbuchen lassen, wenn du bereits im Blick hast, wie viel Geld du dir monatlich zur Seite legen kannst. Ich selbst nutze lieber einen Abbuchungsauftrag. Dabei lege ich fest, wie viel Geld monatlich auf meinem Girokonto verbleiben soll und alles, was darüber hinaus noch übrig ist, wird automatisch monatlich zum Stichtag auf mein Tagesgeldkonto umgebucht. Als Stichtage habe ich den 10. eines jeden Monats festgelegt, da ich am Monatsende mein Gehalt erhalte und zum Monatsbeginn all meine festen Ausgaben abgehen. Dann bleibt nur noch das übrig, was ich zum Leben brauche und davon lege ich dann direkt was zu meiner eisernen Reserve. Das gibt mir etwas mehr Flexibilität, wie ich finde. Mach den Selbsttest: Wie viel Geld kannst du pro Monat zurücklegen? Eignet sich der Dauer- oder der Abbuchungsauftrag in deiner Lebenssituation besser?

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