Bondora Go & Grow

Meine Bondora Go & Grow Erfahrungen

2018 habe ich das erste Mal in P2P-Kredite investiert. Damals bin ich mit 500 EUR auf drei verschiedenen Plattformen gestartet, eine davon Bondora. Nachdem ich die P2P-Kredit-Plattform ein Jahr getestet hatte und zufrieden war, habe ich meinen Einsatz direkt verdoppelt und zahle seitdem regelmäßig ein. Mit den erzielten 6,75% p.a. Zinsen bin ich sehr zufrieden. Bondora Go & Grow ist aus meiner Sicht DIE Anlage für P2P-Neulinge.

Du brauchst nichts weiter tun als zu entscheiden, wie viel Geld du einzahlen möchtest. Die Plattform übernimmt den Rest, nachdem du deinen Account eingerichtet hast. Das ist alles auch ziemlich selbsterklärend.

Im folgenden Beitrag erzähle ich dir mehr über meine Erfahrungen und mein Fazit nach 2 JahrenDu erfährst, warum ich Bondora weiter treu bleibe, warum ich die Plattform als Ergänzung und nicht als Ersatz zu meinem DKB Visa Tagesgeldkonto nutze und was ich über die Versteuerung gelernt habe.

Ist Bondora Go & Grow eine Alternative zum Tagesgeldkonto?

Ich bin mit meinem Tagesgeldkonto bei der DKB sehr zufrieden. Ich kann super schnell und einfach Geld vom DKB Cash auf das Tagesgeldkonto überweisen und umgekehrt. Gerade als Freiberuflerin ist es mir wichtig mind. 3-6 Monatsgehälter schnell verfügbar zu haben, falls ein Auftrag wegbricht, ich krank werde oder sonst irgendetwas Ungeplantes passiert. Das Geld ist dort 100% sicher, doch es wird auch mit 100%iger Sicherheit durch die Inflation stetig weniger. Die mageren 0,01% p.a. Zinsen können gegen die aktuelle Inflation von 1,7% einfach nicht standhalten. Bisher habe ich meine Tagesgeldrücklage zum Glück noch nicht gebraucht.

Bei Bondora Go & Grow ist das Ein- und Auszahlen ähnlich simpel und die 6,75% Rendite p.a. schlagen die Inflation um Längen. Doch ein Tagesgeldkonto ist es aufgrund des Risikos natürlich nicht. Deshalb habe ich mich entschieden 3 der 6 Monatsgehälter, die ich immer verfügbar haben möchte dort nach und nach einzuzahlen. So kann ich bei kleineren ungeplanten Ausfällen auf mein Tagesgeldkonto zurückgreifen, hab zur Not aber genug in der Hinterhand. Gleichzeitig kann ich den niedrigen Zins des DKB Visa-Tagesgeldkonto mit der Rendite von Bondora Go & Grow ausgleichen und sage so der Inflation den Kampf an.

Ein Rechenbeispiel

Zahlen sagen mehr als 1.000 Worte. Spoiler: Erfahre wie du über 1.000 EUR Gewinn anstatt 400 EUR Verlust machst!

Schaut man sich das Ganze mal in konkreten Zahlen an, macht das einen großen Unterschied. Lege ich 5.000 EUR 5 Jahre auf mein Tagesgeldkonto zu den aktuellen Konditionen von 0,01% an, dann habe ich nach 5 Jahren ganze 2,50 EUR mehr auf meinem Konto! Das ist doch ein Witz. 5.002,50 EUR heute sind in 5 Jahren nach der Inflation gerade noch 4.598,14 EUR wert. Damit hätte ich einen Verlust von 401,86 EUR zu meinen ursprünglichen 5.000 EUR! Rechne hier selbst nach.

Lege ich 5.000 EUR bei Bondora Go & Grow zu 6,75% Zinsen p.a. an, dann erhalte ich nach 5 Jahren 6.931,22 EUR und mache damit 1.931,22 EUR PLUS. Rechne ich nun die Inflation raus, habe ich immer noch eine Kaufkraft von 6.370,96 EUR und damit einen Gewinn von 1.370,96 EUR zu meinen ursprünglichen 5.000 EUR. Das gleicht zum einen den Verlust beim Tagesgeldkonto aus, zahlt mir eine beachtliche Rendite und zusätzlich minimiere ich mein Risiko durch die Streuung meines Geldes auf verschiedene Konten und Institute.

Das ist für mich mehr als nur ein Grund dabei zu bleiben und ich bin mir des Risikos sehr wohl bewusst. Rendite kommt von Risiko. Bondora Go & Grow  ist kein Tagesgeldkontoersatz, doch ist seit mehr als 10 Jahre erfolgreich am Markt und genießt somit mein Vertrauen. Ich kann auch in keine Glaskugel schauen und lege nicht alle Eier in einen Korb, doch ein paar fühlen sich bei Bondora sehr wohl. Den Rest verteile ich anderweitig, auch bei anderen P2P-Plattformen wie Mintos, wo die Geldanlage ähnlich einfach funktioniert.

Bondora Go and Grow – Wie funktioniert die Versteuerung?

Das Jahr ist zu Ende und sofort werden alle Unterlagen für die Steuererklärung zusammengesucht. Zinserträge gehören natürlich auch dazu. Wie funktioniert die Versteuerung denn aber bei Bondora Go & Grow? Die Frage ist einfach zu beantworten: Solange du dir kein Geld auszahlen lässt und keine Gutschrift auf deinem Girokonto erhältst, kannst du auch keine Gewinne angeben. Keine Erträge heißt auch keine Steuern. Aus dem Bondora-Steuerbericht geht eindeutig hervor, dass Bondora deinem Portfolio Geld zugewiesen hat, nicht aber, dass Zinserträge tatsächlich realisiert wurden. Das verhält sich ähnlich zu Erträgen durch Aktien: auch hier versteuerst du die Wertsteigerungen erst, wenn du sie durch den Verkauf realisierst. Also kannst du einzahlen, dich zurücklehnen, dabei zusehen, wie dein virtuelles BondoraGuthaben stetig durch 6,75% Zinsen wächst und dich freuen. Deinen Steuerbericht kannst du ganz einfach selbst erstellen. Ein Klick, eine Minute warten und schon ist das PDF bereit. Die Daten einfach in die Steuererklärung übernehmen und den Steuerbericht zu deinen Unterlagen legen. Fertig. 

Doch beachte, ich bin kein Steuerberater und Gesetze ändern sich. Setz dich mit dem Thema auseinander und entscheide selbst, wie du deine Zinseinnahmen angibst. Es gibt hier durchaus geteilte Meiningen. Roland Elias von Steuern mit Kopf hat hierzu im letzten Jahr ein interessantes Video erstellt. Schau selbst: Besteuerung von Bondora Go&Grow – das mache ich! Einen ausführlichen Artikel zum Thema P2P-Kredit-Besteuerung kannst du auch auf meinem Partnerblog bei Lars von Passives Einkommen mit P2P lesen.

Das Beste kommt zum Schluss: Für alle Kredithaie und Macherinnen gibt es einen 5 EUR Startbonus, wenn du einen meiner Bondora-Links nutzt und dir ein ganz eigenes Go & Grow einrichtest. Viel Spaß beim Ausprobieren! Ich bin auf deinen Erfahrungsbericht gespannt. Kommentiere gerne unter dem Beitrag und meld dich bei Fragen. Ich freue mich über den Austausch. Happy Investing.

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